StudiVZ ist die unbeliebteste Community

Von Michel am 18 November, 2008 | Meldungen | studiVZ | Tags : ,

Das sagt zumindest eine im Auftrag von meedia durchgeführte Studie: Untersucht wurde wie oft über ein Startup gesprochen wird und wie viel davon Negativ besetzt ist. Das Ergebnis: Über StudiVZ wird am meisten und am Negativsten gesprochen.

Zu den Hauptgründen gehört der ehemalige CEO Marcus Riecke und sein Versuch, die Communitys um jeden Preis in den Gewinn zu bringen. Bereits im März gab es das Gerücht, dass Holtzbrinck möglichst bald Gewinn sehen wolle - dem widersprach allerdings Oliver Skopec im Interview mit mehrblog.net. Ein weiterer Grund für den schlechten Ruf von StudiVZ sind laut meedia die vielen Klagen und Abmahnungen, mit denen StudiVZ gegen andere Seiten vorgeht, die VZ im Namen tragen. Der Dritte Faktor für das schlechte Image seien die technischen Probleme und fehlende Features.

Weitere Verlierer in der Studie sind Webnews, Cyberport, Trigami und das Kleinanzeigen-Portal Kijiji. Trigami wird vorgeworfen, nicht erkennbare Werbung in Blogs zu platzieren, bei Kijiji lautet der Vorwurf, dass  die Plattform voller Betrüger sein soll.

Bei meedia wird die Methode der Studie so beschrieben:

Das Ethority Start-up-Barometer analysierte die Image-Werter der Web-Companys, indem die Experten die Tonalität von Foren-Diskussionen untersuchten. Dabei benutzt wird das Analysetool von ethority  Als wichtigstes Hilfsmittel dient dabei eine umfangreichen Keywordliste.  Ausgehend von der Datenbank  kategorisiert die Crawlertechnologie Usermeinungen  unzählige Begriffe werden in die Kategorien „positiv“, „negativ“ und „neutral“ unterteilt. „Mit unserer Methodik ist Ethority in der Lage, die globale Online-Meinungsbildung zu tracken. Unsere spezielle Gridmaster-Technologie liefert dazu Echtzeitaufnahmen zu allen im Netz diskutierten Themen, von Produktqualität über Firmenimage bis hin zur Reputation von Einzelpersonen (z. B. CEOs) in den nutzergenerierten Medien“, erklärt der Unternehmenssprecher. Insgesamt analysierten die Hamburger über 18.000 Postings zu rund 600 deutschen Start-ups.

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Kommentare
Comment von Michael P.
am 19. November 2008

selbst wenn es nicht das beste start-up ist

unter den usern/schülern/studenten ist es doch sehr be(ge)liebt

Comment von Tina
am 19. November 2008

Bei solchen kommerziellen “Studien” kommt immer das raus, was der Auftraggeber gerne hören möchte und das StudiVZ so unbeliebt ist, ist doch eine gute Schlagzeile. Also genau das richtige für ein eher nicht so erfolgreiches Nachrichtenportal wie meedia.

Comment von David
am 27. November 2008

Man kann auch alles gleich als korrupt, machtgeil und konspirativ betrachten, wenn man so an solche Studien herangeht @ Tina. Dann kann man ebenso gut behaupten, dass IVW ein Pro-Holtzbrinck eingestellter Verein sein muss und sich vielleicht auch noch hat kaufen lassen, damit die VZs ganz oben in der Klickliste stehen.
Man kanns auch übertreiben.

Gibt doch eine ganz simple Erklärung dafür: Wegen der Masse an Foren und Blogs (gleich ob nun das von Nachbars Sohnemann Hansi die Aussagekraft eines bspw. Jörg Langer hat) gibt es auch eine Masse an positiven und auch negativen Aspekten, die in der Google-Suche genauso auftauchen werden, wie im Log von Ethority.
An StudiVZ Ltd. scheiden sich die Geister; StudiVZ hat nunmal Fehler gemacht, zu denen das Unternehmen zu stehen hat - wenn es das nicht tut, belügen sie nicht nur sich selbst sondern auch die verehrten Nutzer.
Es bringt dann auch nichts, hier einen auf StudiVZ-Messias zu machen und ihnen den Mist zu vergeben. Es gibt immer einen Grund, warum etwas auffällt, gleichgültig in welcher Hinsicht.

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