Gruppen googeln

Von Felix am 7 Mai, 2008 | Specials | Themenwoche Gruppen | Tags : , , ,

Nun, dass ist interessant. Ich war am Anfang meiner Recherche für unsere Themenwoche: Gruppen, da stoße ich auf etwas interessantes. Ich beginne bei Google und tippe einfach Gruppen ein, kurz danach zeigt mir Google etwa 58.100.000 Ergebnisse an. Platz 1. ein Wikipedia-Eintrag über soziale Gruppen. Platz 2. ein Wikipedia-Eintrag über die Gruppentheorie und auf Platz 3. ein Bericht des Spiegels über die Gruppe „Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg“ im StudiVZ.

Da hat es StudiVZ bei solch einem komplexen Thema ja echt weit gebracht. Ich habe mir den Spiegelbericht vom 6. August 2007 nochmal etwas genauer angeschaut.

Bei StudiVZ grassiert der Gründerwahnsinn. Fast eine Million Gruppen gibt es inzwischen auf der Webseite - und täglich kommen einige tausend hinzu. Die Studenten pflegen kreatives Schubladendenken von “Lass mich Arzt, ich bin durch” bis “Eva Herman soll mein Zimmer putzen“.

So beginnt der Artikel und man sieht gleich auch das kann man auf SchülerVZ übertragen. Denn erfolgreiche Gruppen im StudiVZ werden auch im SchülerVZ gegründet und erfolgreich. Das schon früher angesprochene Erfolgssystem.

Leute, die sich in einer Gruppe zusammen tun, vertreten häufig eine gemeinsame Ansicht oder halten die gleichen Dinge für schlau oder witzig. Sie sind der selben politischen Überzeugung, haben ähnliche Abneigungen oder einen gemeinsamen Humor. So finden sich Menschen zusammen, die glauben, dass “Teddybären ertrinken, wenn man sie wäscht“.

Auch das sagt der Text aus. Das typische Phänomen. Doch ich würde jetzt behaupten, dass der Anzahl der Humor Gruppen deutlich über der Anzahl der wirklichen Diskussionsfähigen Gruppen liegt.

Damit die einzelnen StudiVZ-Profile überschaubar bleiben, haben die Betreiber festgelegt, dass niemand mehr als 100 Gruppen beitreten darf. Grammatik- und Rechtschreibregeln müssen bei der Erfindung von neuen Gruppennamen nicht beachtet werden. Jeder darf schreiben, wie er mag. Wen das stört, der kann immer noch Mitglied der Gruppe “Ich würde gerne fehlende Kommata in Gruppennamen korrigieren” werden.

Und so endet der Artikel. Es ist ein gelungener Artikel, der meiner Meinung nach gut erkennt worum es sich, bei den Gruppennamen, handelt. Doch wir müssen uns weiterhin mit den Themen beschäftigen um zu sehen was sich in den Gruppen abspielt. Dazu wann anders mehr.

 

Quelle: Spiegel

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