Wir hatten euch vor etwa drei Monaten nach euren Fragen an Oliver Skopec, den Leiter von SchülerVZ, gefragt und eine Auswahl an euren Fragen an Oliver gestellt. In seinen Antworten berichtet er unter anderem von einem geplanten Instant Messenger, warum niemand weiß was Gruscheln eigentlich ist und warum gelöschte Fotos nicht sofort verschwinden. Hier sind alle Fragen und Antworten, nach Kategorien geordnet:
Weiterlesen von ‘Antworten von Oliver Skopec auf eure Fragen’
Da sich wahrscheinlich viele von euch die Klageschrift von StudiVZ gegen Facebook anschauen werden, haben wir hier ein kleines Inhaltsverzeichnis Vorbereitet. Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die Seite im PDF (nicht auf Seitenzahlen, die auf den Seiten abgebildet sind).
1 Deckblatt (Kontaktinformationen etc.)
2 Was ist Facebook, Was ist StudiVZ, Was ist Holtzbrinck
4 Beschreibung von Facebook mit allen Funktionen
6 Facebooks AGBs (”Term of Service”)
8 Warum StudiVZ eine Facebook-Kopie ist. (Beweise von Spiegel Online, die URL in der Anklageschrifft gibt es nicht mehr)
11 Definition von Gruscheln (Dabei behauptet StudiVZ nicht zu wissen, was Gruscheln ist)
13 Verstöße gegen den “Computer Fraud and Abuse Act”
14 Verstöße gegen den “California Penal Code” Abschnitt 502
21 Facebook Beispielprofil
24 Facebook “Term of Use” April 2004
29 Facebook “Term of Use”, Juni 2005
34 Facebook “Term of Use”, Januar 2006
39 Facebook “Term of Use”, Dezember 2006
47 Facebook “Term of Use” Aktuell
62 Login Felder von Facebook
64 Ein Profil in der Spanischen StudiVZ Version ”estudiLN”
66 Ein Profil auf Facebook
68 Datenschutz Bestimmungen der Spanischen StudiVZ Version ”estudiLN” (Eine Seite)
70 Datenschutzbestimmungen bei Facebook (5 Seiten)
76 Personensuche in der Spanischen StudiVZ Version ”estudiLN”
78 Personensuche bei Facebook
80 Gruppe in der Spanischen StudiVZ Version ”estudiLN”
84 Dieses Bild:

86 Ein TechCrunch Artikel
89 Noch ein Artikel (Ohne Quellenangabe)
90 Nochmal TechCrunch inklusive Pingbacks
96 Ein Blogpost zu der “Völkischer Beobachter” Geschichte
98 Eine ausführliche Zusammenfassung anderer Blogposts
111 Ein Deutscher Blogpost von unfehlbar
Im Prozess Facebook Ink. gegen StudiVZ Ltd. (wir berichteten hier, hier, hier, hier und hier) wurde jetzt die Klageschrift vollständig Online veröffentlicht. Bisher war das Dokument nur auf Papier beim Gericht sowie ausschnittsweise bei Facebook zu bekommen. Da wir alle keine Juristen sind, warten wir einfach mal auf eine Auswertung von Udo Vetter oder so. Netzwertig fasst einiege Interessante Punkte so zusammen:
-StudiVZ-Mitgründer Ehsan Dariani wird auf Seite 8 aus einem SpiegelOnline-Artikel von 2006 zitiert: “We may have oriented ourselves along the lines of the Facebook layout.” Darianis Aussagen werden noch an weiteren Stellen zitiert.
-Auf Seite 10 kommt in Punkt 35 zur Sprache, was ich bereits im ersten Artikel zur Klage angeführt hatte. Facebook verweist explizit auf die nicht gerade smarte Namensgebung bei einigen Stylesheets: “myfb” und “myfacebook”. Ebenso wird auf die damalige Fehlermeldung in StudiVZ hingewiesen, welche den Ordner “fakebook” offenbarte.
-Immer wieder wird auf deutsche Blogs verwiesen. Ein zusammenfassender Artikel von Karsten Wenzlaffund ein nicht mehr online erreichbarer Artikel von unfehlbar.net sind unter anderen als Anhang angefügt worden.
Die Klageschrift gibt es in einem Flash-PDF-Viewer und als Downlaod:
Weiterlesen von ‘Klageschrift jetzt vollständig Online’
StudiVZ hat soeben eine Pressemitteilung herausgegeben, in der sich das Unternehmen erstmals zu der Klage durch Facebook äußert. StudiVZ habe bereits am Freitag eine Feststellungsklage beim Landgericht Stuttgart eingereicht, um feststellen zu lassen, dass Facebook im unrecht ist.
Hier die Pressemitteilung:
studiVZ: Stellungnahme zu US-Klage
Berlin, 20. Juli 2008. Nach verschiedenen Medienberichten hat Facebook Inc. am 18.Juli 2008 bei einem kalifornischen Gericht Klage gegen studiVZ eingereicht.
Offensichtlich hielt Facebook es für angebracht, einzelne Medien intensiv über den Inhalt der Klage zu informieren. Diese ist studiVZ bislang nicht zugestellt worden. studiVZ kann und wird den Inhalt der Klageschrift daher nicht kommentieren. Die in den Medienberichten erhobenen Vorwürfe sind haltlos.
Im Vorfeld durch amerikanische Anwälte von Facebook erhobene Vorwürfe hatten studiVZ veranlasst, bereits am vergangenen Freitag Feststellungsklage beim Landgericht Stuttgart einzureichen. Diese hat das Ziel, von den zuständigen deutschen Gerichten feststellen zu lassen, dass die von Facebook erhobenen Vorwürfe nicht zutreffend sind.
Marcus Riecke, CEO von studiVZ Ltd., bezieht zu dem Vorgang wie folgt Stellung: “Nachdem es Facebook trotz aufwändiger Bemühungen bisher nicht gelungen ist, in Deutschland Fuß zu fassen, versucht man jetzt offenkundig, den Erfolg von studiVZ gerichtlich zu behindern.“
„Es gibt weltweit zahlreiche soziale Netzwerke. Facebook war nicht das erste und ist beileibe nicht das Einzige. Mit dem Versuch, studiVZ durch die Durchführung eines Prozesses ohne Erfolgsaussichten vor einem amerikanischen Gericht zu schädigen, erhebt Facebook im Prinzip den Anspruch auf ein weltweites Monopol bei sozialen Netzwerken. Dies ist vermessen und wird sich schnell entlarven. Wir sehen der Sache gelassen entgegen.“
Da wir hier keinen Juristen haben, wollen wir das ganze jetzt nicht interpetieren, aber bei “Sichelputzer” wurde das ganze schon gründlich zerlegt.
Via Netzwertig, bei denen wir uns zutiefst entschuldigen.
Die Ähnlichkeiten zwischen StudiVZ und Facebook sind schon länger bekannt und StudiVZ Mitarbeiter sagen auch immer wieder, dass man sich bei der Gründung an Facebook orientiert habe. Bisher hat Facebook nicht darauf reagiert, jetzt aber hat Facebook hat StudiVZ vor einem Gericht im kalifornischen San Jose verklagt, mit dem Vorwurf, das geistige Eigentum von Facebook zu missbrauchen.
StudiVZ hat nicht nur Facebooks Features gestohlen, sondern auch das „Look and Feel“, das Design, große Teile der Website-Funktionalitäten und andere Eigentumsrechte wie Style Sheets“ heißt es in der Anklageschrift, die mittlerweile veröffentlicht wurde. Als Beweise führt facebook die Beispielprofile beider Netzwerke an, welche die Ähnlichkeit beweisen sollen:
Weiterlesen von ‘Facebook klagt gegen StudiVZ’
Auf unsere Anfrage zur Klage gegen StudiVZ antwortet die Pressestelle von Facebook, StudiVZ sei eine Kopie von Facebook sowohl was die Funktionen, das Konzept und das Design angeht. Die Seite sehe aus wie Facebook in Rot und dies verletze die Urheberrecht Facebooks und daher gehe Facebook am Obersten Gerichtshof von Kalifornien gegen StudiVZ vorgehen.
Update: Den Ausführlichen Beitrag gibt es hier
Vor wenigen Minuten meldet Techcrunch: “Facebook Sues German Social Network StudiVZ“ Die Klage wird vor dem Supreme Court von Kalifornien verhandelt, sollte sie angenommen werden. Da StudiVZ in den USA nicht direkt verklagt werden kann, wird wohl die Holtzbrinck Gruppe der Verklagte sein, da diese auch Assets in den USA haben.
Update: Die Financial Times zitiert Facebook mit der Aussage:
seeking to end StudiVZ’s illegal activity to ensure that users are not confused and that Facebook’s reputation remains. (Ungefähr: “[Es ist das Ziel,] dass ende StudiVZ’s illegale Aktivitäten um zugewährleisten, dass die Nutzer nicht verwirrt werden und Facebooks Ansehen unversehrt bleibt)”
Weder StudiVZ noch die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck konnten bisher von der FT oder uns für eine Stellung nahme erreicht werden.
Ein schnelles Urteil wird es in diesem Prozess wohl nicht geben, Holzbrink sollte wohl aber schon anfangen ein paar Rücklagen anzusammeln, um bei eventuellen Schadenersatzforderungen nicht ganz überrascht dazustehen.
Update: Den Ausführlichen Beitrag gibt es hier
Ruhig war es seit dem Start im März um meinVZ, die Seite wird noch nicht von der IVW erfasst und eine Werbevermarktung gibt es auch noch nicht, so dass bisher keine Nutzerzahlen bekanntgegeben wurden. Jetzt nennt Marcus Riecke in der “FTD” erstmals Nutzerzahlen: “Nach vier Monaten haben wir aktuell die Millionenmarke geknackt”. Weniger als 50% der Mitglieder seien aus StudiVZ gewechselt, die Page Impressions lägen bei 840 Millionen im Monat, zum Vergleich: schülerVZ zählte im Mai 6,3 Milliarden, studiVZ 5,4 Milliarden. Insgesamt sind jetzt bei den VZs 10 Millionen Nutzer registriert (wobei ich aber davon ausgehe, das viele mehr als 1 mal registriert sind).
In den kommenden Monaten soll auch die Werbevermarktung bei meinVZ beginnen. Hohe Erwartungen setzt Ricker dabei auf den neuen Vermarktungschef Clemens Riedl, der vom “Tagesspiegel” zu studiVZ Ltd. wechselt. Neue Werbeformen (Bisherige: Banner und Textwerbung, Edelgruppen) sollen bereits im September auf der Onlinemarketingmesse OMD präsentiert werden.
Umsatzzahlen von StudiVZ sind nicht bekannt, jedoch spricht Ricker von einem zweistellige Millionenbetrag in diesem Jahr. Jochen Gutbrod, stellvertretender Vorsitzender der Holtzbrinck-Geschäftsführung, sagte dem “kressreport” zu diesem Thema kürzlich: “Die Kommerzialisierung von Communitys ist ein längerfristigeres Projekt, als wir gedacht haben. Es gibt Widerstände der Agenturen und der werbetreibenden Industrie. Alle Beteiligten müssen hinzulernen. Trotzdem glauben wir, dass sich ein so starker Trend wie der zu Communitys über kurz oder lang auch monetarisieren wird”.
MeinVZ ist aber immer noch das kleinste unter den Holtzbrinck Netzwerken, obwohl es die größte Zielgruppe hat. Gleichzeitig ist MeinVZ aber 3 mal größer als Facebook, dass noch immer bei 300.000 Nutzern in Deutschland ist.
MeinVZ entwickelt sich zur Zeit bei weitem nicht so gut wie von vielen erwartet, noch immer sind noch keine beeindruckenden Nutzezahlen erreicht, der Umzug von StudiVZ läuft auch nur langsam an, MeinVZ wird auch noch nicht von IVW erfasst. Jetzt sollen es die SchülerVZler richten und ihre insgesamt ca. 6 Millionen Eltern in meinVZ einladen. Dafür wird extra auf der Startseite von SchülerVZ geworben, das ganze steht unter dem Titel “dein platzmacher für Zuhause” (ich kapier den slogan im Moment grade irgendwie nicht) und dazu kommen 8 komische Grafiken, die für absolut garnichts gut sind.
Apropos meinVZ: Ich hab grade mal bei meinen Nachbarn gefragt, ob sie wissen, was meinVZ ist. 1 mal “Ja”, 17 mal “Nein”, 1 mal “muss ich erst googlen”. Die selben nachbarn wurden vor ein paar wochen schon zu StudiVZ gefragt: 11 mal “Ja, 8 mal “Nein”. Wie wäre es den mal mit TV Werbung um die Marke bekannter zu machen, ProSieben stellt bestimmt gerneeinen unauffälligen Dauerwerbeplatz keinen Werbeplatz, da man ja Eigentümer der Lokalisten ist, RTL würde auch lieber sein Wer-Kennt-Wen vermarkten. Also bleibt nur noch Print, den davon gibt es im eigenen Verlag ja genug.
Wenn man sich die Firmen anschaut, die schon im SchülerVZ geworben haben und das mit der Liste der Firmen vergleicht, an denen Holtzbrinck Ventures beteiligt ist, fällt eine Sache auf: Fast alle Werbekunden von schülerVZ und StudiVZ sind ganz oder zumindest teilweiße Eigentum von Holtzbrinck Ventures. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, da StudiVZ Ltd. seit etwas mehr als einem Jahr Eigentum eben dieser Firma ist.
Weiterlesen von ‘Will niemand Werbung im schülerVZ?’
Der meistgenutzte mobile Internetbrowser Opera Mini veröffentlichte heute eine Statistik der anonymen Traffic-Daten, aus denen hervorgeht, welches die meist besuchten Webseiten aus Deutschland sind. Dabei stellt man fest, dass in der Top-Ten überwiegend soziale Netzwerke dabei sind, was darauf hinweist, wie dringend die VZs mobil angepasstwerden müssen. Weltweit nutzten knapp 12 Millionen Verbraucher den Opera Mini Browser im letzten Monat.
Auf den ersten Platz der meistgenutzten Websites ist Google, und steht so einen Platz vor studiVZ. Anschließend folgen wer-kennt-wen.de und Jappy.de. Und bereits auf den fünften Platz ist mit schülerVZ das zweite Holtzbrinck-Verzeichnis in der Top-Ten.
Hier die vollständige Top-Ten aus Deutschland (Quelle: opera.com):
- www.google.de
- www.studivz.net
- www.wer-kennt-wen.de
- www.jappy.de
- www.schuelervz.net
- m.web.de
- mobil.spiegel.de
- m.gmx.de
- www.lokalisten.de
- wap.sport1.de
Wie wir bereits berichteten, sollte sich studiVZ darum bemühen eine Schnittstelle für mobile Endgeräte zu schaffen. Da studiVZ keine mobile Variante anbietet, surfen alle mobilen VZ-Besucher die normale Webseite an, die für das Handydisplay schon etwas groß ist.
Wie wir neulich erst berichteten werden StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ auch 2008 rote Zahlen schreiben. Auf Dauer jedoch geht das nicht und irgendwann soll sich das Geschäft auch lohnen. Mit den geschalteten Werbungen möchte die Holtzbrinck Gruppe die Verluste eindämmen. Es gab Überlegungen Werbungen zwischen Fotos einzubauen, doch das sehe ich persönlich als sehr nervig an, dies würde möglicherweise erneut zu Protesten führen. Sicher Werbung will niemand sehen, doch benötigt wird es trotzdem. Deswegen haben wir uns bei neugetextet mit diesem Thema beschäftigt.
Weiterlesen von ‘Die werbe Idee!’
Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte heute ein Interview mit dem Vize-Chef der Verlagsgruppe Holtzbrinck Jochen Gutbrod.
Darin heißt es unter anderem, dass der Traditions-Verlag sich weiterhin in richtung Internet ausrichten wolle. 2007 hatte Holtzbrinck rund 260 Millionen Euro investiert, die Hälfte davon ins Internet und unter anderem die Kontaktplattform StudiVZ gekauft. Noch werden damit allerdings Verluste geschrieben. “Da erwarten wir auch 2008 keine Gewinne”, sagte Gutbrod.
Das ganze Interview gibt es aus Sueddeutsche.de
Bei der Financial Times ist eine Artikel Online erschienen, der über die große Angst der traditonellen Zeitungsverläge in Deutschland und ihre Flucht ins Internet berichtet. Beispiele sind dabei die WAZ mit “Der Westen” und Holtzbrink (u.a. Handelsblatt) mit StudiVZ. Den ganzen Artikel gibt es bei ftd.de
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